
Wichtiger Hinweis
Dieser Inhalt dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Konsultieren Sie einen qualifizierten Finanzberater oder Notar für Ihre persönliche Situation.
7.904 CHF pro Quadratmeter. Das ist der Medianpreis für Immobilien in der Schweiz im Februar 2026. Klingt das hoch? Das kommt darauf an. In Genf zahlen Sie mehr als das Doppelte. In Solothurn ist es fast die Hälfte. Es ist häufig zu beobachten, dass viele potenzielle deutsche Käufer nur die Märkte in Zürich und Genf kennen und Kantone mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis vernachlässigen.
Schweizer Immobilienpreise 2026: Die wichtigsten Zahlen
- Durchschnittspreis: CHF 7’904/m²
- Wohnungen: CHF 8’315/m² (+3,1% in 12 Monaten)
- Häuser: CHF 7’710/m² (+2,4% in 12 Monaten)
- Teuerster Kanton: Genf (CHF 13’209/m²)
- Günstigster Kanton: Solothurn (CHF 5’928/m²)
In diesem Artikel
Schweizer Immobilienmarkt im Februar 2026: Die Zahlen, die zählen
Der Schweizer Immobilienmarkt zeigt sich Anfang 2026 robust. Wohnungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 3,1 Prozent, Einfamilienhäuser um 2,4 Prozent. Das bestätigen die aktuellen BFS-Daten zu Immobilienpreisen: Der Wohnimmobilienpreisindex steht bei 125 Punkten – ein Plus von 25 Prozent seit Ende 2019.
+3,1%
Preisanstieg Wohnungen in 12 Monaten (Februar 2025–2026)
Ein häufiger Fehler potenzieller deutscher Käufer besteht darin, den nationalen Durchschnittspreis direkt auf die gewünschte Immobilie anzuwenden. Das funktioniert nicht. Die Differenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Kanton beträgt mehr als 120 %. In Genf liegt der Preis für Wohnungen bei 13.209 CHF pro Quadratmeter. In Solothurn? 5.928 CHF. Gleiches Land, völlig unterschiedliche Preisrealität.
Die Zinssituation spielt dem Markt in die Hände. Die SNB hält den Leitzins seit Mitte 2025 bei 0 Prozent – Hypothekarzinsen bewegen sich laut Marktdaten bei durchschnittlich 1,5 Prozent. Für 2026 erwarten die Prognosen der UBS einen weiteren Preisanstieg von rund 3 Prozent.
Von Genf bis Solothurn: Wo Sie was für Ihr Geld bekommen
Die Schweiz hat 26 Kantone. Jeder hat sein eigenes Preisniveau. Die Analyse konzentriert sich hier auf acht Kantone, die aufgrund ihrer Grenznähe, ihres Preisniveaus oder ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für deutsche Käufer besonders relevant sind.
Wohnungen: Von CHF 5’928 bis CHF 13’209 pro m²
Das Preisgefälle bei Eigentumswohnungen ist enorm. Genf und der Arc Lémanique (Genfersee-Region) liegen an der Spitze – internationale Nachfrage, UN-Organisationen, Banken. Zürich folgt mit Abstand. Die Deutschschweizer Kantone abseits der Hotspots? Deutlich erschwinglicher.
| Kanton | CHF/m² Wohnung | Preissegment |
|---|---|---|
| Genf | CHF 13’209 | Premium |
| Zürich | CHF 11’500 | Premium |
| Basel-Stadt | CHF 8’900 | Gehoben |
| Thurgau | CHF 6’800 | Mittel |
| Schaffhausen | CHF 6’200 | Mittel |
| Solothurn | CHF 5’928 | Einstieg |
Diese Zahlen verdeutlichen besonders grosse Preisunterschiede. Die Differenz zwischen Genf und Solothurn beträgt mehr als 7.000 CHF pro Quadratmeter. Bei einer 100 m² grossen Wohnung entspricht dies einer Differenz von 700.000 CHF. Und das im selben Land.

Häuser: Preislandschaft im Überblick
Bei Einfamilienhäusern liegt der Medianpreis in der Schweiz bei 7.710 CHF pro Quadratmeter und damit leicht unter dem Niveau von Wohnungen. Trend: +2,4 % in den letzten 12 Monaten. Es ist häufig zu beobachten, dass viele deutsche Käufer von vornherein Häuser bevorzugen, obwohl Wohnungen historisch gesehen langfristig eine bessere Performance aufweisen. Wir werden später darauf zurückkommen.
Die Marktanalyse von Wüest Partner prognostiziert für Einfamilienhäuser ein Plus von 3,1 Prozent in 2026 – etwas stärker als bei Wohnungen. Regional beste Aussichten laut UBS: Oberwallis, Berner Oberland, Schaffhausen.
Tipp für deutsche Käufer: Die unterschätzten Kantone
Es lässt sich regelmässig beobachten, dass sich viele potenzielle Käufer hauptsächlich auf die hohen Preise in Zürich oder Genf stützen. Dabei übersehen sie interessante Gelegenheiten in Kantonen wie Solothurn, Thurgau oder Schaffhausen. Diese Beobachtung kann je nach Region, Herkunft und Zielen der potenziellen Käufer variieren.
Schaffhausen liegt direkt an der deutschen Grenze. Es ist praktisch für Pendler. CHF 6’200 pro Quadratmeter für Wohnungen. Thurgau: Nähe zum Bodensee, gute Infrastruktur, CHF 6’800. Diese beiden Kantone bieten ein hohes Qualitätsniveau zu mittleren Preisen.
Praxis-Tipp: Bevor Sie sich auf einen Kanton festlegen, prüfen Sie die Lex-Koller-Regelungen. Gemäss Regelungen der Lex Koller können EU-Bürger mit Aufenthaltsbewilligung B und Schweizer Wohnsitz unbeschränkt kaufen. Ohne Wohnsitz? Dann wird es komplizierter – Ferienwohnungen in Tourismusgebieten sind auf 200 m² begrenzt.
RealAdvisor: Schweizer Immobilienwert in 3 Minuten ermitteln
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Die Bewertung bei RealAdvisor basiert auf drei Säulen: Erstens fliessen aktuelle Marktdaten ein – Transaktionspreise aus allen Kantonen, laufend aktualisiert. Zweitens berücksichtigt das System Objektspezifika: Wohnfläche, Zimmeranzahl, Stockwerk, Renovierungsstand. Drittens analysiert die KI die Mikrolage – also nicht nur den Kanton, sondern die konkrete Gemeinde und Nachbarschaft.

Für deutsche Interessenten bietet RealAdvisor einen konkreten Vorteil: Sie können vor der ersten Besichtigung prüfen, ob die Preisvorstellungen des Verkäufers realistisch sind – ohne stundenlang Vergleichsdaten zusammenzutragen. Die Bewertung ersetzt keine professionelle Expertise durch einen Sachverständigen, liefert aber eine fundierte Ausgangsbasis.
25 Jahre Preisentwicklung: Was die Trends für morgen bedeuten
Die langfristige Perspektive zeigt ein klares Bild: Wohnungen haben in den letzten 25 Jahren um 104,8 Prozent zugelegt. Einfamilienhäuser um 89 Prozent. Das ist kein marginaler Unterschied – wer vor 25 Jahren in eine Wohnung investierte statt in ein Haus, hat heute deutlich mehr Wertzuwachs.
+104,8%
Wertsteigerung Eigentumswohnungen in 25 Jahren (1999–2024)
Einschätzung (die nicht allgemeingültig ist): Die Tendenz dürfte anhalten. Wohnungen sind in der Schweiz knapp – Bauland ist begrenzt, Verdichtung politisch gewollt. Einfamilienhäuser werden zwar weiter nachgefragt, aber das Angebot wächst schneller. Die Rechnung ist simpel: Knappheit treibt Preise.
Ein weiterer Faktor: Die Steuerreform beim Eigenmietwert. Am 28. September 2025 haben die Schweizer die Abschaffung mit 57,7 Prozent angenommen. Inkrafttreten: frühestens 2028. Was das für Preise bedeutet? Schwer zu sagen. Aber die Nachfrage nach Wohneigentum dürfte steigen, wenn die steuerliche Belastung sinkt.
Ihre Fragen zum Schweizer Immobilienmarkt
Was kostet der Quadratmeter in der Schweiz aktuell?
Der Medianpreis für Immobilien in der Schweiz liegt im Februar 2026 bei CHF 7’904 pro Quadratmeter. Wohnungen kosten durchschnittlich CHF 8’315/m², Einfamilienhäuser CHF 7’710/m². Die Spanne reicht von CHF 5’928 in Solothurn bis CHF 13’209 in Genf.
Welcher Kanton ist am günstigsten für den Immobilienkauf?
Solothurn bietet mit CHF 5’928/m² für Wohnungen die niedrigsten Preise unter den relevanten Kantonen. Für deutsche Käufer mit Grenznähe-Präferenz sind Schaffhausen (CHF 6’200/m²) und Thurgau (CHF 6’800/m²) interessante Alternativen mit guter Infrastruktur.
Darf ich als Deutscher in der Schweiz Immobilien kaufen?
Ja, aber mit Einschränkungen. EU-Bürger mit Aufenthaltsbewilligung B und Wohnsitz in der Schweiz können unbeschränkt Wohneigentum erwerben. Ohne Schweizer Wohnsitz gelten die Lex-Koller-Beschränkungen: Ferienwohnungen in Tourismusgebieten sind auf maximal 200 m² Wohnfläche begrenzt. Bei Hauptwohnsitz-Nutzung gelten andere Regeln – lassen Sie sich im Einzelfall beraten.
Wie hat sich der Schweizer Immobilienmarkt in den letzten Jahren entwickelt?
Über 25 Jahre betrachtet: Wohnungspreise stiegen um 104,8 Prozent, Häuser um 89 Prozent. In den letzten 12 Monaten lag das Plus bei 3,1 Prozent (Wohnungen) bzw. 2,4 Prozent (Häuser). Für 2026 erwarten Analysten eine Fortsetzung des moderaten Wachstums von 2-3 Prozent.
Wie kann ich den Wert einer Schweizer Immobilie ermitteln?
Für eine erste Orientierung bieten KI-gestützte Bewertungstools wie RealAdvisor eine kostenlose Schätzung innerhalb von Minuten. Diese basiert auf aktuellen Transaktionsdaten und Objektmerkmalen. Für verbindliche Bewertungen – etwa bei Finanzierungsentscheidungen – sollten Sie einen zertifizierten Immobiliensachverständigen hinzuziehen.
Ihre nächsten Schritte
Die Daten sind eindeutig: Der Schweizer Markt verzeichnet ein moderates Wachstum, die kantonalen Unterschiede sind beträchtlich und für deutsche Käufer bestehen ausserhalb der Premium-Regionen realistische Einstiegsmöglichkeiten. Es empfiehlt sich, einen für die gewählte Region angemessenen Zielpreis festzulegen, anstatt sich ausschliesslich auf den nationalen Durchschnitt zu stützen.
Wichtige Hinweise zu den Marktdaten: Die angegebenen Durchschnittspreise sind Richtwerte und können erheblich von den konkreten Immobilienpreisen abweichen. Die Preise und Entwicklungen variieren stark je nach Lage, Zustand und Ausstattung der Immobilie. Ausländische Käufer unterliegen besonderen Vorschriften (Lex Koller), die im Einzelfall geprüft werden müssen. Bei Investitionsentscheidungen über 100.000 CHF wird empfohlen, einen auf Schweizer Immobilienrecht spezialisierten Notar zu konsultieren.
Eine Frage, die Sie sich vor der weiteren Recherche stellen sollten: Suchen Sie eine Kapitalanlage mit langfristiger Wertsteigerung – oder einen Ort zum Leben? Die Antwort bestimmt, ob Wohnung oder Haus, ob Genf oder Solothurn, ob Grenzregion oder Zentralschweiz. Die Zahlen kennen Sie jetzt. Die Entscheidung treffen Sie.